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details
Titel:
Spielfeld der Götter
Autor:
Brigitte Romankiewicz
Seiten:
166
Preis:
17,90 EUR
Archetypen sind unsichtbare Wirkfaktoren in unserer Psyche, die auf unterschiedlichen Ebenen zum Ausdruck kommen können. Was die Astrologie mit Jungs Archetypenlehre verbindet ist die Tatsache, dass beide auf handfesten Beobachtungs- und Erfahrungstatsachen beruhen. Die Astrologie hat im Laufe einer langen Versuchszeit alle archetypischen Situationen des Menschen in symbolische Bilder gefasst und sie bedient sich einer archetypisch verschlüsselten Sprache. Gelingt dies, so bietet die Astrologie die Möglichkeit, unbewusste Vorgänge für das Bewusstsein objektiv zugänglich zu machen und das, was Jung Archetypen genannt hat zu ordnen. Die Autorin be-legt in diesem Buch, dass der astrologi-sche Tierkreis ein archetypisches Bezugssystem ist. Sie zeigt ferner, dass die Pla-neten archetypische Kräftezentren sind, mit deren Hilfe man sehr genau einkreisen kann, welcher Archetypus gerade zur Entwicklung ansteht.
Mit sehr viel Sachkenntnis erläutert die Autorin beide Themenbereiche und be-lässt es dabei nicht bei Annahmen oder Behauptungen. Vielmehr entwickelt sie Ihre Aussagen immer anhand konkreter Bezugnahme auf das Werk C.G. Jungs 0und hat damit ein fundiertes Grundlagenwerk der psychologischen Astrologie geschaffen.
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Biographie
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biographie
Brigitte Romankiewicz
(1945), Lehrerin bis 1990. Seither vertieftes Studium der Psychologie C. G. Jungs,der Religions- und Kulturgeschichte, der Mythologie, Astrologie und Symboldeutung. Seminare und Vorträge an verschiedenen Institutionen, Vorlesungen am C. G. Jung Institut in Stuttgart
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leseprobe
SSeit vielen Jahren wünsche ich mir schon, ich könnte Gesprächspartnern, die C.G. Jungs Archetypenlehre für einen bizarren Märchengarten und die Astrologie für bedenklichen Aberglauben halten, ein nicht zu dickes Buch in die Hand geben, in dem all das steht, was ich in Plauderatmosphäre nur unzureichend vermitteln kann.
Denn auch wenn sich mein missionarischer Eifer in Grenzen hält, so gestehe ich doch meine Faszination für die weltbildende Kraft der Idee und für den Archetypus der Verständigung, des Vermittelns und Mit-Teilens - in den Bildern der Astrologie repräsentiert durch Gott Merkur mit Flügelhut und Flügelschuhen.
Merkur liebt die Vielfalt, und es ist in seinen Augen ein Jammer, welche geistigen Abenteuer gescheite und gebildete Leute versäumen, nur weil sie eine bestimmte Art sogenannten "rein spekulativen" Denkens schon im Vorfeld abwehren. Überwänden sie ihre Abwehr, so würden sie vielleicht bemerken, dass dieses Denken einfach dort weiterfragt, wo es die üblichen Muster beim Gewohnten belassen.
Merkur befriedigen die allgemeinen Konventionen nicht. Man trägt keinen Flügelhut, um gravitätisch in akademischer Robe einher zu schreiten. Die Neugier ist stets mächtiger als die Lust am Fertigen. Und Neugier zu wecken, freut den Merkurier immer mehr als steife Konfektion. Doch ist ein Flügelhut kein Leichtgewicht, und um in seinen Nutzen zu kommen, bedarf es einiger Anstrengung.
Um meiner Argumentationsnot im Gespräch einen Rettungsanker zu geben, habe ich dies Buch geschrieben, in dem all das steht, was sich in leichtem Plauderton nur schwer vermitteln lässt.
Es ist weder ein psychologisches noch ein astrologisches Lehrbuch noch ein Ratgeber, in dem nachzulesen ist, wie etwas "richtig" zu machen oder zu denken wäre.
Viel spannender als die leidige Frage nach richtig oder falsch ist nämlich für Merkur das Beobachten und Wahrnehmen der Lebenserscheinungen selber, wie sie sich unaufhörlich verändern, wiederholen und immer wieder strukturelle Ähnlichkeiten zeigen, wodurch sie dann schließlich doch dem Verständnis zugänglich werden - vorausgesetzt, man lässt sich darauf ein, verschiedene Schichten der Wahrnehmung gelten zu lassen.
Wenn ich beispielsweise über längere Zeit hin von einer unerklärlichen und durch nichts zu besänftigenden Vorliebe für durchsichtige Plastikschuhe, japanisches Sushi und Bungee-Springen befallen bin, ist für Mercurius viel weniger interessant, ob dies richtig oder falsch, normal oder neurotisch, nützlich oder unbekömmlich ist als die Möglichkeit, für diese Faszination einen gemeinsamen Nenner zu finden.
Um ein Wort zu gebrauchen, das Psychologie und Astrologie gleicherma-ßen verwenden: Merkur interessiert sich dafür, welche Sorte von Lebensenergie sich in diesen Vorlieben "konstelliert". Es reizt ihn herauszufinden, welcher Art dieser Nenner oder archetypische Impuls ist, ob er sich noch in anderen Dingen zeigt, ob man ihm viel-leicht in anderer Form schon vor der Erfindung von Plastikschuhen begegnen konnte, oder ob sich etwas darin ankündigt, das eine neue Facette des persönlichen oder kollek-tiven Bewusstseins entdecken hilft.
Mit anderen Worten: Es reizt Merkur herauszufinden welcher seiner archetypischen Götterkollegen sich hinter dieser Verkleidung verbirgt und welches Spiel er diesmal treibt auf dem unendlichen Spielfeld, das die Welt, in der wir leben, den Auftritten der Archetypen bietet.
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rezensionen
merCur:
"Lobenswert ist, dass Frau Romankiewicz immer "bei der Stange" bleibt, das heißt, sie entwickelt ihre Aussagen stets anhand konkreter Bezugnahme auf das Werk C. G. Jungs. Fazit: Das Buch ist ein ausgezeichnetes Basis- und Nachschlagewerk, besonders für psychologische Astrologen."
Jung Journal 9/2003:
"Mit geradezu schöner Sprache gelingt es der Autorin, die Archetypen in ihrem göttlichen Wirken aufzuzeigen und transparent zu machen. Wer sein Horoskop noch nicht selbst deuten gewagt hat, findet in diesem Buch, das Theoretisches und Praktisches so gekonnt miteinander zu verbinden versteht, eine Fundgrube für hilfreiche Deutungsansätze. Den fundierten Zugang zur Jungschen Archetypenlehre gibt es gratis dazu. Fazit: ein gelungenes Buch, das sich gut alsgeschenk eignet und dem viele interessierte Leser zu wünschen sind. "
Astrologie Heute 99/2002:
"Romankiewicz nähert sich dem Thema auf verständliche Weise, das Buch ist übersichtlich und gut strukturiert. Sie erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit, das ist bei diesem Thema und vor allem mit bezug auf C.G. Jung auch fast nicht möglich. Aber sie selbst betont, dass sie Anregungen für eigene Gedanken geben möchte, und das ist ihr tatsächlich gelungen.
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