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  Titel: Christliche Astrologie

Autor:

William Lilly

Seiten:

500

Preis:

49,00 EUR


Im dritten Teil dieses Klassikers behandelt der Altmeister die Deutung des Geburtshoroskops nach klassischer Manier. Ebenso ausgiebig stellt er die Prognose mit den Profektionen, Transiten, Revolutionen und den Progressionen vor. Neben ausführlichen Deutungstexten zeigt er seine Methode wiederum an vielen Beispielen aus seiner Praxis.
 
 
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Biographie
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biographie

William Lilly (1602 - 1681) ist der berühmteste Astrologe Englands. Bekannt wurde er zu seiner Zeit  vor allem durch seine Almanache und seine Prognosen. Er war vor allem ein gefragter Stundenastrologe. Ihm gehörte eine umfangreiche  Bibliothek an astrologischen Werken und er schrieb auch mehrere Bücher, wobei seine Christian Astrology auch heute noch als herausragend gilt.

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leseprobe
Wer die künftigen Handlungen und Umstände des Geborenen nach den im Geburtshoroskop gezeigten Himmelseinflüssen beurteilen will, muss zuerst die Örter der Planeten feststellen. Das setzt genaue Berechnung ihrer Bewegung und die für die richtige Beurteilung nötige Rektifikation voraus. Dies alles geschieht nach den aktuellen und bestbewährten Regeln der astrologischen Kunst. Das heißt, man erstellt zunächst die Geburtsfigur anhand der ungefähren Zeit, wie sie mitgeteilt wurde. Dann sollte man überlegen, ob dies die richtige Geburtszeit sein kann oder nicht, damit man sich nicht z.B. hinsichtlich des aufsteigenden Zeichens täuscht. Oder man irrt sich wegen einer unsicheren Zeit um einige Grade, d.h. dass man entweder zu wenig oder zu viele Grade angibt. Bei einem solchen Fehler kann kein sicheres, vernünftiges Urteil abgegeben werden, weder über Charakter, Figur, Konstitution noch über das Geschick des Geborenen. Um dieses Problem zu lösen und die Geburtszeit genau zu ermitteln, haben unsere Vorfahren der Nachwelt einige Methoden und Wege hinterlassen. Mit diesen Methoden konnte die angegebene Zeit einer Geburt rektifiziert und so auf die genaue, tatsächliche Zeit zurückgeführt werden. Ich halte die Methoden, die ich hier an erster Stelle nenne und im einzelnen darlege, für die geeignetsten für den Studenten. Diese Methoden sollten angewendet werden! Die erste Möglichkeit, die Geburtszeit zu korrigieren und auf den Zeitpunkt einzugrenzen, als der Säugling von der Mutter getrennt wurde und seinen ersten Atemzug in dieser Welt machte, ist die Trutina Hermetis , die Überprüfung nach Hermes (einem der großen Weisen unter den Sterblichen und so alt wie Moses). Diese Methode ist weit älter als der Animodar von Ptolemäus, den Ptolemäus selbst in seinem 51. Centiloquium a (falls dieses von ihm stammt, wie ich aber zweifellos annehme). Seine Worte über die Hermeswaage sind: Das Zeichen des Mondes zur Zeit der Geburt ergibt das genaue Zeichen des Aszendenten der Konzeption; und das Zeichen des Mondes zur Zeit der Empfängnis gibt uns das aufsteigende Zeichen der Geburt oder das gegenüberliegende davon usw. Denn Hermes war der Meinung, dass der genaue Grad desjenigen Zeichens, in dem der Mond bei der Empfängnis der Kindes stand, auch der wahre Grad des Aszendenten der Geburt ist. Diese Art der Verifizierung der Geburtszeit wird trotz ihres großen Nutzens und der Erprobung an zahlreichen Beispielen oft um zwei oder drei Grad abweichen. Der einzige Nutzen, den ich daraus ziehen konnte, war folgender: Wurde mir eine unsichere Zeit gegeben oder lag die Zeit um ein oder zwei Stunden daneben, dann konnte dies mir helfen, das aufsteigende Zeichen zu finden. Aber ich konnte fast nie den exakten aufsteigenden Grad festlegen oder mich diesem nähern. Doch ich weiß, dass Junctinus sehr viel auf diese Methode hält und viele Horoskope damit berichtigen konnte, die mit den Himmelsschemata übereinstimmten, welche die Alten korrigiert hatten. Viele Autoren vertreten dieselbe hohe Meinung wie er, z.B. Schöner, Pontanus, Sir Christopher Heydon und andere.
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