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details
Titel:
Die Acht Bücher des Wissens
Autor:
Firmicus Maternus
Seiten:
Preis:
39,90 EUR
Dies ist das umfangreichste Lehrbuch der antiken Geburtsastrologie, das uns bis heute erhalten geblieben ist. Am Anfang steht eine Erwiderung an die Gegner der Astrologie. Sodann folgen sieben Büchern, in denen er einen Grundriss der antiken Astrologie entwirft. In Buch II beschreibt er u.a. klassische Würden, Grenzen, Dekane, Spiegelpunke oder den „Lebensgeber“. In Buch III kommt die Stellung der sieben Planeten in den Häusern sowie das Thema Mundi zur Sprache. Buch IV beschreibt den Mond in den applikativen oder separativen Aspekten, während er in Buch V den Aszendenten und die Planeten in den Zeichen behandelt. Es folgen in Buch VI die Aspekte und in Buch VII Beschreibungen von Horoskopen aus verschiedenen Lebensbereichen wie Beziehung, Beruf oder Krankheit im Mittelpunkt stehen. Einen Höhepunkt bildet seine im abschließenden Buch VIII dargelegte
Sphaera Barbarica
, die Lehre von den Sternbildern und die anschließende Deutung der Tierkreisgrade.
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Saturn im Trigon zu den anderen Planeten
Alle Planeten, die sich gegenseitig im Trigon aspektieren, ganz gleich, ob es Wohltäter oder Übeltäter sind, können als günstig zueinander gestellt bezeichnet werden, da dieser Aspekt den unheilvollen Einfluss der Übeltäter mildert und den segensreichen Einfluss der Wohltäter stärkt.
Wenn also
Saturn und Jupiter
zueinander im Trigon stehen und diese Verbindung nicht in elenden und verworfenen Orten der Genitur stattfindet, wenn ferner beide Zeichen besetzen, in denen sie sich freuen, oder wenigstens der eine in seinem Hause steht und den andern von da aus im Trigon anblickt, und auch beide mit dem Horoskop durch einen Aspekt verbunden sind, dann ist außerordentlicher Wohlstand und großes Glück angezeigt, zumal wenn einer von beiden, also Saturn oder Jupiter, das Licht des zunehmenden Mondes empfängt. In diesem Falle gibt nämlich Saturn endlosen Reichtum und große Besitzungen, Saaten, Äcker, Weiden und Wälder.
Die Nativen werden Bauherren heiliger Tempel und erwerben sich dadurch großen Verdienst und Ansehen. Im Steuer- oder Tempeldienst spielen die Geborenen eine führende Rolle und diese Betätigungen werden ihnen sehr große Macht und hohe Würden einbringen. Zudem bedeutet diese Konstellation, dass die Geborenen weit über die Position ihrer Väter hinauswachsen werden. Nach Maßgabe der Genitur werden die Nativen Aufgaben als Prokuratoren bekommen oder die Annehmlichkeit sehr großer Erbschaften wird ihnen zuteil, oder durch fremder Leute Arbeit fällt ihnen Gewinn zu. Außerdem wird allen diesen Genitureignern die unverbrüchliche und treue Zuneigung mächtiger und sehr großer Männer zufallen.
Sind
Saturn und Jupiter
, wie gesagt, durch ein Trigon miteinander verbunden und gesellt sich durch einen gleichen Aspekt Merkur zu ihnen, so werden den Nativen die Geheimnisse heiliger und schwer zugänglicher Religionen anvertraut werden. Oder sie betreiben die Obliegenheiten großer Staaten oder Könige, und die Genitureigner werden so beschaffen sein, dass ihnen Könige alle ihre Angelegenheiten anvertrauen.
Jedoch werden die Geborenen mit ihren Kindern Unglück haben oder ihre Kinder kehren nach langer, langer Zeit zu ihnen zurück, nachdem sie inzwischen von anderen erzogen worden sind. Dieses wird dann eintreten, wenn es sich um eine Taggeburt handelt und Mars darinnen keine üble Rolle spielt.
Handelt es sich aber um eine Nachtgeburt und verletzt Mars unsere Konstellation, so wird sich die ganze Prognose wesentlich verschlechtern, da Mars alle guten Aussagen durch seinen feindlichen Einfluss angreift.
Saturn Trigon Mars
. Sind Saturn und Mars durch einen Trigonalaspekt verbunden, findet diese Verbindung in günstigen Orten der Genitur statt, besetzen beide Planeten Zeichen oder Grade, in denen sie sich freuen oder in denen sie erhöht sind, und fehlt ihnen nicht ein guter Aspekt von Jupiter oder Merkur, dann sind sehr große Gewinne angezeigt und ein sehr hohes tägliches Auskommen. Alle Unternehmungen werden für die Nativen einen günstigen Ausgang nehmen, überall werden sie eine bedeutende Förderung finden, durch geeignete Arbeiten werden sie sich sehr große Würden verschaffen.
Bekannt, vornehm und gebieterisch werden die Geborenen sein und sehr große Staaten verwalten. Die Konstellation bewirkt jedoch den Tod der älteren Brüder der Genitureigner.
Saturn Trigon Sonne
. Wenn Saturn und Sonne sich im Trigon aspektieren, beide in günstigen Orten der Genitur stehen, beide frei von jedem niederziehenden Einfluss sind und es sich um eine Taggeburt handelt, so wird den Geborenen in ihrem Leben ein gehäuftes Maß Würde zuteil. Sehr großer Ruhm und große Macht sind angezeigt. Sie erreichen Bekanntheit und Vornehmheit, und auch die Eltern der Geborenen werden ähnlich durch Würde ausgezeichnet sein, zumal wenn Saturn und Sonne sich aus männlichen Zeichen im Trigon aspektieren. Handelt es sich aber um eine Nachtgeburt, so werden die Genitureigner ihr väterliches Vermögen verlieren, aber durch eigene Tüchtigkeit es sich wieder erwerben.
Saturn Trigon Venus
. Wenn Saturn und Venus sich im Trigon aspektieren, beide in günstigen Orten der Genitur stehen und frei von jedem niederziehenden Einfluss sind, bewirken sie, dass das Leben des Betreffenden freundlich, ruhig und klar verläuft. Die Nativen zeichnen sich in sittlicher Hinsicht durch Züchtigkeit und gute Umgangsart aus, von jeder Schamlosigkeit und Unreinlichkeit halten sie sich fern, sie sind gute, reinliche, klare Menschen und werden ihrer guten Eigenschaften wegen von minderwertigen Individuen mit Missgunst verfolgt. Die Genitureigner heiraten erst spät.
Saturn Trigon Merkur
. Saturn im Trigon zu Merkur, beide in günstigen Orten der Genitur und frei von jedem niederziehenden Einfluss, bedeuten tätige, geistreiche Menschen, die sich stets mit jeder Art Wissenschaft befassen. Schon frühzeitig zeichnen sie sich durch Ernst und Würde aus, ihre Entschlüsse fassen sie zu ihrem eigenen Vorteil stets nach lebenswahren Gesichtspunkten. Sie werden sich im Staatsdienst, und zwar im Steuerfach, an führender Stelle betätigen oder Schreiber der Könige werden und aus diesen Unternehmungen erhebliche Mittel erwerben. Indessen dürfen wir dieses nicht vergessen, dass sich Merkur nämlich als einziger Stern freut, wenn er im 12. Ort der Genitur platziert ist.
Saturn Trigon Mond
. Aspektiert Saturn den Mond im Trigon, stehen beide in günstigen Orten der Genitur, sind beide frei von jedem niederziehenden Einfluss und ist der Mond mit vollem Licht, so werden die Nativen stets das Glück haben, dass ihnen die Empfehlungen von Königen, Kaisern oder einflussreichen Männern zur Verfügung stehen, überhaupt bezeichnet diese Konstellation sehr großen Ruhm. Ist der Mond jedoch abnehmend, so wird diese günstige Prognose nicht so gut ausfallen können.
Indessen vergesse man nicht, dass der Mond lediglich bei einer Nachtgeburt im 8. Ort der Genitur als gut gestellt zu bezeichnen ist, zumal wenn er in diesem Ort in Zeichen oder in Grenzen, in denen er sich freut, mit vollem Licht steht. Ist dies der Fall, dann verheißt er Glück und Würde, sehr große Hilfsmittel und eine Führungsstelle nach Maßgabe dieses Ortes. Bei einer Taggeburt bezeichnet der Mond im 8. Ort dasselbe, wenn Jupiter den 11. Ort der Genitur besetzt.
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