Entwicklung der Seele im Horoskop

Therapeutische Astrologie als Lebenshilfe
Art.-Nr.: 00-36

Greg Bogart

Produktform:  Paperback, 7 Abbildungen
Seitenzahl:  220
Erscheinungsjahr:  1996
Erscheinungsjahr:  1996
ISBN:  978-3-925100-36-9
EAN:  9783925100369
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Produktdetails

Bogart übersetzt die Astrologie mit klaren und wohlformulierten Worten in die Sprache eines therapeutischen Prozesses. Er zeigt die praktischen Richtlinien für eine therapeutisch ausgerichtete Astrologie, indem er die Zeichen und Häuser des Geburtshoroskops als eine Schablone zur Identifizierung zentraler Beratungsthemen betrachtet. Jeder Planet verkörpert nicht nur eine bestimmte Form von Bewusstsein oder Aktivität, sondern auch eine bestimmte Zusammenstellung von Entwicklungsfragen. Der größte Nutzen des Geburtshoroskopes liegt darin, dass es uns hilft, die Fragen zu erkennen, die zu dem gegebenen Zeitpunkt am meisten unter den Nägeln brennen. Schließlich betrachtet er die Frage, wie ein transpersonaler Zugang zur Astrologie helfen kann, die Umwälzungen einer spirituellen Metamorphose zu erfahren. Die zahlreichen Fallbeispiele dürften für die Astroberater und Psychotherapeuten von besonderem Interesse sein. Das hier präsentierte Material ist auch für Menschen geeignet, die die Astrologie als eine Form der Selbsttherapie benützen wollen, um zu größerem psychischem und spirituellem Bewusstsein zu gelangen.

Autorenporträt

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 Greg Bogart Greg Bogart, Ph.D. studierte vergleichende Religionswissenschaft und Psychologie. Er arbeitet in Berkeley als beratender Astrologe und niedergelassener Psychotherapeut. Neben seiner Beratungstätigkeit unterrichtet er am "Institute of Transpersonal Psychology". Er schreibt regelmäßig in astrologischen und psychologischen Fachzeitschriften. Verfasser der Bücher Astrology and Spiritual Awakening (1995) und Finding Your Life’s Calling (1994).

Leseprobe

Potentiale und Kontraindikationen der therapeutischen Astrologie

Bevor wir astrologische Gesichtspunkte in die therapeutische Arbeit einführen können ist es wichtig, das in gewisser Weise schwierige Verhältnis zwischen der Psychologie und der Astrologie zu verstehen. Zwar existiert ein wachsendes Interesse an therapeutischen Anwendungen der Astrologie, es sollte jedoch nicht aus den Augen verloren werden, dass die Astrologie von den meisten Psychologen (und den Wissenschaftlern generell) noch immer als das letzte Überbleibsel eines primitiven Aberglaubens und der Irrationalität angesehen wird. Nun, ich kann die Skepsis mancher Psychologen gegenüber der Astrologie sehr gut nachvollziehen. War es nicht die Mission der modernen Wissenschaft, die Menschheit von fatalistischen, deterministischen Weltanschauungen zu befreien, die in religiösen Traditionen verwurzelt sind, die wir angeblich auch in der Astrologie finden können? Wissenschaft und Humanismus haben versucht, die Menschen aus der Sklaverei der Götter zu befreien und unsere Fähigkeiten zu erwecken, die Welt und uns selbst durch Entscheidungen, Anstrengungen und freien Willen zu formen. Die Ablehnung der Astrologie war Bestandteil einer allgemeinen Zurückweisung des Übernatürlichen und schien wesentlich für das Wachstum von Wissenschaft, Vernunft und einer aufgeklärten Gesellschaft zu sein.

Psychologen betrachten die Astrologie oftmals mit großem Argwohn, denn sie meinen, diese könnte ihrer Tätigkeit entgegenwirken, wenn sie den Klienten helfen, ihr Gespür für Effektivität und Wirksamkeit zu stärken und ihr Schicksal durch konkrete materielle, soziale und intellektuelle Leistungen zu erschaffen. Eine gängige Ansicht ist, dass die Astrologie nicht Unabhängigkeit und Freiheit fördert, sondern vielmehr eine passive Einstellung, durch welche der Ort der Kontrolle über Ereignisse als außerhalb von dem Individuum in den Planeten gesehen wird. Zu einem großen Ausmaß basiert diese falsche Wahrnehmung der Astrologie auf der Tatsache, dass die Öffentlichkeit überwiegend nur die Sonnenstandsprognosen kennt, die im Supermarkt unmittelbar neben der BILD-Zeitung angeboten werden. Ferner ist dies ein Resultat der Neigung der Astrologen, spezielle Ereignisse zu prognostizieren, anstatt sich auf die psychologischen Prinzipien und Tendenzen zu konzentrieren, die in dem Geburtsbild angelegt sind. Ein weiteres grundlegendes Problem liegt darin, dass viele Astrologen ein Horoskop einseitig lesen und die Information in den Vordergrund rücken anstelle des Prozesses.

Dieser Umgang mit der Astroloe ist zwangsläufig entmächtigend; der Astrologe interpretiert lediglich die im Grundhoroskop enthaltene Information, ohne sich um eine Angabe oder Rückmeldung des Klienten zu bemühen. Eine wirklich therapeutische Annäherung an die Astrologie untersucht die Symbolik des Horoskops im Dialog und nicht in einem Monolog von psychologischen Vorhersagen. Ein therapeutischer Astrologe arbeitet mit dem Geburtsbild in einer prozessorientierten, interaktiven Weise und erarbeitet sich die Bedeutung gemeinsam mit dem Klienten, anstatt Feststellungen über das Horoskop zu treffen ? als ob dieses eine vorherbestimmte Kollektion an festen Bedeutungen enthalten würde. Wir stellen Fragen, die enthüllen, wie der Klient auf bestimmte planetaren Energien reagiert, beispielsweise bei einer Sonne/Neptun-Konjunktion im 10. Haus. Ohne diese Untersuchung besteht keine Möglichkeit zu ergründen, ob der Betreffende bereits in Harmonie mit diesen Planeten lebt, sagen wir einmal, indem er sie z.B. durch stark imaginativ geprägte, spirituelle oder auf das Dienen ausgerichtete Berufsziele auslebt, oder ob er Führung braucht, um die Potentiale dieser Planetenkräfte besser zu verkörpern.

Indem wir mit den Klienten in Dialog über die zentralen Themen des Horoskops treten, erkennen wir den Stand ihres Bewusstseins und ihrer psychischen Funktionen, so dass wir in die Lage versetzt werden, sie effektiv zu beraten. Um der Fehleinschätzung entgegenzuwirken, die Astrologie sei fatalistisch, behält ein therapeutischer Astrologe die Einstellung bei, dass jeder den freien Willen einsetzten kann, um die Bedeutung aller planetaren Positionen und Transite zu gestalten. Es ist richtig, dass die Astrologie wieder eine mythologische Perspektive einführt, welche das archetypische Wesen von Menschen und Situationen in unserem Leben enthüllt. Es ist jedoch unsere Aufgabe, dem Individuum zu zeigen, wie es aktiv mit den Intentionen des Planeten zusammenarbeitet, anstatt sich als Opfer dieser zu empfinden und sich von dem gefürchteten Schicksal drangsalieren zu lassen.

Nehmen wir zum Beispiel den Fall einer Person, in deren 2. Haus gerade der laufende Saturn eintritt. Ein traditioneller, fatalistischer Astrologe könnte feststellen, dass dies ein Zeichen für eine bevorstehende finanzielle Krise ist. Aber eine alternative Interpretation und meiner Meinung nach zudem eine wesentlich verantwortungsvollere Deutung wäre, dass der Transit einen notwendigen Reifungsprozess ankündigt, der das Individuum auffordert, seine finanzielle Situation durch konzentrierte Anstrengung zu stabilisieren. Der Dialog entlockt spezielle Information über die finanzielle Lage des Klienten und klärt, wie gut er die Herausforderungen, den Druck und die Möglichkeiten Saturns in seine Entwicklung aufnimmt. Entsprechend dem Ausmaß, in dem Schwierigkeiten in diesem Lebensbereich festgestellt werden, lassen sich praktische Ratschläge vermitteln. Dasselbe Grundprinzip ist auch auf die anderen Saturntransite anwendbar. Auf diese dialogische Weise praktiziert, wird Astrologie nicht zu einer Wahrsagemethode, sondern zu einer mit Psychologie oder einem rationalen Humanismus völlig kompatiblen Disziplin ? eine Methode, die dem modernen Menschen sein Leben verbessern kann, mittels der er Entscheidungen über seine Karriere fällen kann, die es ihm ermöglicht, seine Gefühle, sein Kindheitstrauma und seine Beziehungen zu verstehen.

Es ist in gewisser Weise eine tragische Ironie, dass manche Psychologen zwar beklagen, die Astrologie entmündige und schwäche den freien Willen des Menschen und auf der anderen Seite verordnen sie Monate und Jahre einer endlosen Therapie, was in vielen Fällen eine Abhängigkeit vom Therapeuten zur Folge hat. Die therapeutische Astrologie kultiviert sehr aktiv ein starkes Gespür für Entscheidungen, Zeitpunkte und das Selbst-Verständnis. Wie wir schon gezeigt haben, ist sie ferner ein hervorragendes Mittel, um schnell die Kernthemen einer Therapie zu erkennen, was zu einer effizienten, konzentrierten und auf kurze Zeit angelegten Therapie beiträgt. Darüber hinaus ist die Astrologie ein wertvolles Werkzeug für ein selbst geführtes inneres Wachstum, die eine Alternative zur Psychotherapie bieten kann, indem sie es den Menschen ermöglicht, ihr Innenleben unabhängig von der formalen Therapeut/Klient-Beziehung und außerhalb des traditionellen therapeutischen Rahmens (z.B. durch die Teilnahme an Astrogruppen) zu erforschen.

Nichtsdestoweniger ist die Psychotherapie noch immer eine Form der gesellschaftlich akzeptierten rites de passage für Menschen, die eine Phase der Transformation erleben ? einer der wenigen Plätze, wo in unserer Gesellschaft die Initiation für Erwachsene stattfindet. Therapeuten sind heute die am meisten respektierten und von der Kultur positiv sanktionierten Heiler und haben für viele Menschen die Position des Priesters, Beichtvaters oder des traditionellen Medizinmannes eingenommen. Mehr noch, psychologische Erkenntnisse und Einsichten in das Unbewußte, in Familiensysteme, die heftige Einwirkung des frühen Entwicklungstraumas, Übertragung und Gegenübertragung und andere Aspekte des Beratungsprozesses sind inzwischen Grundlage für jeden, der andere führt, Astrologen und spirituelle Führer mit eingeschlossen. Viele Astrologen erkennen dies inzwischen und haben bereits damit begonnen die bedeutenden Findungen der Psychologen in ihre Arbeit zu assimilieren.

Allerdings müssen wir auch das Mißtrauen mit in Betracht ziehen, das viele Astrologen den Psychologen entgegenbringen. Einige Astrologen sehen ihre psychologisch geschulten Gegenspieler mit einer Mischung aus Neid und Geringschätzung, Verwunderung und Mißtrauen. Denn, auf einen einfachen Nenner gebracht, Psychologen und Psychotherapeuten verdienen generell mehr Geld als die meisten Astrologen und unsere Kultur zollt ihnen einen größeren Respekt. Darüber empfinden manche Astrologen eine Bitterkeit, denn warum sollte man ihnen nicht denselben Respekt entgegenbringen? Dennoch würde ich die Astro-Berater ermutigen, sich einer psychologischen Ausbildung zu unterziehen, denn einerseits kann man von der Astrologie in unserer Gesellschaft kaum leben und die therapeutische Ausbildung lehrt uns bei Klienten mit einer neuen Tiefe und Fähigkeit zu arbeiten, welche die Kraft der Astrologie anreichert, um die menschliche Veränderung zu fördern.

Sich einer klinischen Ausbildung zu unterziehen bietet uns die Gelegenheit, viele Kernfragen zu erforschen (z.B. Sexualität, Abhängigkeit, Familiendynamik, Persönlichkeitslehre) was unsere Arbeit mit der Astrologie deutlich zuspitzen kann. Ich glaube, Astrologen werden einen Gewinn daraus ziehen, wenn sie das Studium der Psychologie nicht nur als einen Weg sehen, um sich beruflich zu profilieren, sondern auch als einen Weg, um Wissen und Erfahrungen zu erlangen, damit ihr Verständnis der Astrologie und des Beratungsprozesses erweitert wird.

Ich bin der persönlichen Überzeugung, dass die Astrologie in unserer Kultur eines Tages wieder in eine respektvolle Position gehoben werden wird, und dass sie ganz routinemäßig auch von Psychotherapeuten eingesetzt werden wird. Meiner Meinung nach entspricht die Praktizierung der Psychotherapie ohne einen Bezug auf das Geburtshoroskop dem Versuch, Biologie ohne Benutzung eines Mikroskops zu studieren oder den Mount Everest ohne eine Landkarte besteigen zu wollen. Das Geburtshoroskop ist ein einmaliges und exaktes Maß, um die inneren Welten und die subjektive Erfahrung einer Person zu verstehen und es offenbart die am stärksten individualisierte Landkarte auf dem Pfad der Transformation.

Rezensionen

Hamburger Hefte:

"Die Verbindung psychologischer und astrologischer Arbeit ist heute keine Seltenheit mehr. Aber Greg Bogart meint, dass in diesen Abhandlungen nicht genügend auf die Probleme eingegangen wird, die sich aus der Vermischung beider Disziplinen ergeben. Diese Lücke will er schließen."

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