ARTIKEL 3 VON 3

Kindheitserfahrungen im Horoskop

Sich die Schatten der Kindheit bewusst machen und aufarbeiten
Art.-Nr.: 182

Barbara Egert

Produktform:  Hardcover, 20 Abbildungen
Seitenzahl:  240
Erscheinungsjahr:  2009
Erscheinungsjahr:  2009
ISBN:  978-3-89997-182-8
EAN:  9783899971828
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Produktdetails

Die Astrologie ist eine vorzügliche Hilfe, um sich die Schatten der Kindheit bewusst zu machen. Sie gibt Ihnen Hinweise, wie diese so tief sitzenden problematischen Prägungen aufgelöst und gewandelt werden können. Barbara Egert beschreibt zunächst das Dilemma von Nähe und Freiheit sowie die Angst vor Trennung und Verlassenheit des Kindes. Diese können sich später wiederum als Verletzung manifestieren. In diesem Buch erfahren Sie, dass sich diese Erfahrungsmuster mit den Eltern in Ihrem Horoskop erkennen lassen. Es wird dargelegt, welche Auswirkungen eine missglückte Kindheit haben kann, was häufige Folgen sind und auf was Sie bei einer astrologischen Betrachtung besonders achten müssen. Vor allem werden Ihnen dadurch Heilungsmöglichkeiten und Auswege verdeutlicht, so dass Sie mit den Schatten Ihrer Kindheit besser umgehen können.

Autorenporträt

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 Barbara Egert Barbara Egert (1945) absolvierte ein Sprachenstudium und arbeitete viele Jahre als Chefsekretärin in Industriekonzernen. 1980 begann ihre intensive Beschäftigung mit der Astrologie, und sie legte 1998 die DAV-Prüfung ab. Für die Astro-Software Galiastro hat sie ein großes Deutungswerk verfasst. Sie ist seit vielen Jahren freie Mitarbeiterin bei der Fachzeitschrift Astrologie Heute mit regelmäßigen Artikeln im Bereich Psychologie.

Leseprobe

Geschwisterbeziehungen –

Astrologische EntsprechungenMöchten wir unsere Geschwister besser verstehen, so sollten wir auch hier versuchen, unvoreingenommen an das Radix und dessen Deutung heranzugehen. Obwohl sich Geschwister ja von klein auf kennen und sich fast alle Schwachstellen im Laufe der Kindheit offenbaren, bleibt doch immer die Gefahr der Projektion bestehen, die sich auch auf die Beziehung des Geschwisters zu den Eltern und umgekehrt auswirken kann. Viele glaubten vielleicht, der Bruder und die Schwester seien der Liebling eines Elternteils gewesen, später jedoch stellt sich heraus, dass unser Geschwister genau das von uns dachte. Es ist hier sehr nützlich, die Horoskope der Eltern hinzuzuziehen und mit denen der Geschwister zu vergleichen, denn die daraus ersichtlichen Beziehungsmuster werden so aufschlussreicher.

Nehmen wir an, dass der Vater, dessen Saturn und Pluto auf dem Mars seines Sohnes steht, nicht in der Lage ist, seinem Kind anerkennend und liebevoll zu begegnen, während er zu seiner Tochter ein ganz anderes, viel positiveres Verhältnis hat, symbolisiert beispielsweise durch Synastrie-Aspekte von Mond Trigon Venus und Sonne Sextil Jupiter. Es ist nicht schwer zu begreifen, dass der Sohn, der permanente Ablehnung und Unterdrückung durch seinen Vater erfährt, auf seine Schwester eifersüchtig ist und sie wahrscheinlich für seinen Schmerz über die fehlende Zuneigung verantwortlich macht. Würde er später das Horoskop seines Vaters kennen lernen, könnte er einerseits folgern, dass es dem Vater durch diese Kräftedynamik nicht möglich war, sich ihm gegenüber anders zu verhalten und zum anderen, dass seine Schwester hier gar keine Schuld trifft.

Zum Beispiel: Wir haben einen uranischen Bruder mit Planeten im Wassermann, einem dominanten Uranus an den Achsen oder im harten Aspekt zu Sonne oder Mond. Wir litten früher sehr unter seiner Unberechenbarkeit und seinen nicht nachvollziehbaren Reaktionen und Verhaltensweisen. Immer wurden wir enttäuscht, weil er seine Versprechen nicht einhielt und uns versetzte, während er sich nur um seine Interessen und Freunde kümmerte. Es kann auch sein, dass wir plötzlich „Luft“ für den Bruder waren und er eigensinnig nur das machte, was er gerade wollte – ohne Rücksicht auf uns. Hätten wir nun ein von Pluto bestimmtes Horoskop, dann wären wohl ewige Machtkämpfe an der Tagesordnung. Wir würden das erzwingen wollen, was uns unserer Meinung nach zusteht, Gedanken von Rache würden in uns aufkommen: Eines Tages zahlen wir ihm das heim – und sei es erst in vielen Jahren. Aber wahrscheinlich zahlen wir es nicht nur ihm heim, sondern entwickeln in Beziehungen ein ähnliches Muster, sobald das Verhalten des Freundes oder Partners uns an den Bruder erinnert. Der Betroffene wird vermutlich nie begreifen, warum ihm das widerfährt.

Dieses Szenario ist denkbar und realistisch, aber wir sind ja nicht nur uranisch oder plutonisch, sondern haben zugleich andere, liebenswertere Eigenschaften, die mit denen unserer Geschwister harmonieren. Sehr oft ist es einfach nur ein Charakterzug, eine Verhaltensweise, die wir absolut nicht ausstehen können und wo es immer wieder Streit gibt. Denken wir an ein Geschwisterpaar, das sich im Allgemeinen recht gut versteht und ergänzt, wo das eine Kind jedoch gern mit sich allein ist, in Ruhe liest und Musik hört (positive Saturn- und Merkur-Winkel und vielleicht ein neptunischen Hang zum Träumen), während das andere (ein temperamentvoller Widder mit AC im Schützen) ständig unterwegs und aktiv ist. So werden sich beide übereinander ärgern; der eine sagt: „Du sitzt ja immer nur hier rum und liest.“ Der andere schimpft: „Was musst Du denn ständig unterwegs sein, lass’ mich in Ruhe.“ Diese Interaktion kann sich unendliche Male wiederholen, bis ins hohe Alter, führt aber selten zu Feindseligkeit. Es ist nur ein harmloses, von früh an eingespieltes Beziehungsmuster.

Bei Geschwistern mit einer ausgeprägt kreativ-musischen Veranlagung, etwa bei starken Mond-, Venus- und Neptun-Stellungen, bei Krebs- bzw. Fische-Betonung, bei guten Stellungen im 5. Haus, gestaltet sich das Zusammenleben oftmals sehr harmonisch und gegenseitig bereichernd, da eine ähnliche Phantasiewelt sie verbindet und diese häufig Introvertierten sich in unserer materiell und pragmatisch eingestellten Gesellschaft gemeinsam als Außenseiter fühlen. Auch wenn man sich in unterschiedliche künstlerische Richtungen entwickelt, so bleibt doch eine tiefe Verbindung bestehen, durch die sich im Laufe von harmonischen Kinderjahren eine Seelenverwandtschaft gebildet hat.

Um es noch einmal zusammenzufassen: Wie zwischen Eltern und Kindern, so gibt es auch zwischen den Geschwistern wesensmäßige Übereinstimmungen und Unvereinbarkeiten, die sich in den Horoskopen meist sehr deutlich zeigen. Wir finden sie schwächer ausgeprägt in der Dominanz von Elementen, denn ein Kind mit vielen Planeten in Wasserzeichen ist weitaus gefühlvoller und sensibler als ein Feuertypus, während sich das Feuerelement mit einer Luftdominanz besser vertragen würde.

Wir untersuchen die Temperamente und Reaktionsweisen (marsisch, uranisch usw.) und erhalten so schlüssige Hinweise auf Stärken, Schwächen, Schatten (Saturn und 8. Haus), Empfindlichkeiten. Wir vergleichen die Planetenstellungen und vor allem die AC-DC-Achsen der beiden Horoskope, die vorherrschenden Lebensthemen (Ballungen in Zeichen und Häusern, Planetendominanzen), ferner suchen wir gemeinsame Winkelverbindungen (unser Jupiter in Konjunktion zum Mond des Geschwisters oder der Pluto unseres Geschwisters im harten Winkel zu unserer Venus usw.) und welche Planeten wechselseitig in die Häuser des Geschwisters fallen. Vor allem hüten wir uns vor Projektionen, die sich besonders einschleichen, wenn wir etwa eine ähnliche Saturn-Konstellation haben, deren Auswirkungen uns selbst noch nicht bewusst geworden ist. Solche Projektionen können sich später auch in Beziehungen fortsetzen, wenn ein Mensch uns an ein Geschwister erinnert und wir ihn ohne zu zögern mit ähnlichen Wesensmerkmalen ausstatten.

Rezensionen

Dr. Christoph Schubert-Weller schreibt im DAV Rundbrief 3-2009: "Aus diesem Buch spricht nicht nur sehr viel Lebenserfahrung, sondern auch der Geist der kundigen Astrologin, die sich sowohl ihrer Fähigkeiten wie ihrer Aussagegrenzen bewusst ist. Sehr empfehlenswert!"

Lesen Sie die gesamte Rezension >>hier

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