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Planetenpolarität im Partnervergleich

Der Schwerpunkt der Beziehung im Horoskop
Art.-Nr.: 146

Arnfried Haupt

Produktform:  Paperback, 14 Abbildungen
Seitenzahl:  160
Erscheinungsjahr:  207
Erscheinungsjahr:  207
ISBN:  978-3-89997-146-0
EAN:  9783899971460
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Produktdetails

„Gegensätze ziehen sich an“ oder „gleich zu gleich gesellt sich gern“ – dies sind die immer wieder gestellten Fragen, wenn es darum geht, zu ergründen, was eine Partnerschaft ausmacht. Der Autor zeigt in diesem Buch, dass sich die Grundstruktur der Beziehung aus den Horoskopen der Partner ablesen lässt. Dabei vergleicht er die Horoskope nicht in der herkömmlichen Weise. Er zeigt vielmehr, dass zunächst die Planeten in Kombination herausgearbeitet und verglichen werden müssen. Daran können Sie bemessen, in welchem Ausmaß in der Partnerschaft das Beziehungsklima auf Anziehung durch Polarität oder auf Verstärkung durch Gleiches bestimmt ist.

Autorenporträt

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 Arnfried Haupt Arnfried Haupt (1950) erlernte den Beruf des Grafik-Designers und studierte anschließend Völkerkunde. Seit 1990 erteilt er Unterricht in Astrologie und gibt Beratungen. Er schreibt regelmäßig Artikel in Fachzeitschriften zu verschiedenen astrologischen Themen.

Leseprobe

Verstärkungen durch Gleiches oder Anziehung durch Polarität – was wiegt mehr?

Was ist, wenn beide Partner denselben Aspekt haben? Was ist, wenn beide ein Venus/Uranus-Quadrat haben oder wenn der eine Partner eine Venus/Uranus-Konjunktion hat? Hier taucht die Frage auf, ob sich dies ungünstiger auf die Partnerschaft auswirkt als eine Entsprechung durch polaren Kräfteausgleich. Die Antwort darauf kann nicht immer eindeutig mit Ja oder Nein beantwortet werden. Unzählige Horoskopvergleiche bestätigen aber, dass alle wichtigen Partnerschaften zwischen Mann und Frau beides aufzuweisen haben, damit eine solche überhaupt erst zustande kommen kann. Dabei fällt auf, dass es bei den überwiegend auf sexueller Anziehung und Abwechslung beruhenden Beziehungen mehr Entsprechungen durch polare Gegensätze gibt. Wenn bei einem Paar überwiegend gleiche Aspektierungen in den Horoskopen vorhanden sind, dann können sie trotzdem eine praktisch funktionierende Partnerschaft haben. Der Reiz des Neuen dürfte allerdings gering sein. Es besteht die Gefahr, dass die Beziehung einschläft.

Wenn ein Paar keine Polarität auf der Planetenebene hat, besteht die Möglichkeit, dass es eine indirekte Polarität in Form einer Häuserbesetzung durch Planeten hat. Diese Polarität kann nicht so stark gewertet werden wie die Polarität auf Planetenebene, weil sie in die Bereiche der Verwirklichung von Anlagen auf bestimmten Betätigungsfeldern geht. Über eine Venus/Pluto-Verbindung (Venus und Pluto sind kein Gegensatzpaar) oder eine indirekte Venus/Mars-Kombination (zum Beispiel Venus im 1. Haus des einen mit Mars im 7. Haus des anderen Partners) kann sich eine die Erotik fördernde indirekte Polarität zeigen. Mit anderen Worten: Wenn zum Beispiel der eine Venus im 1. Haus und der andere Venus im 7. Haus hat, ist das eine wechselwirksame Verbindung. In der psychologischen Astrologie sagt man auch: Das 7. Haus ist das 1. des anderen und umgekehrt: Das 1. ist das 7. Haus des anderen usw.

Wir halten fest: Über diese Methode erhalten wir eine Polarität zwischen den Partnern. Sie äußert sich aber nicht direkt über die Planeten und zielt nicht so primär auf Polarität zwischen den Partnern ab wie der direkte Vergleich auf der Planetenebene. Wenn wir uns also eine indirekte Polarität über die Häuserbesetzung durch Planeten anschauen, dann wissen wir, dass zum Beispiel das 1. Haus mit Mars gleichgesetzt wird, das 2. mit Venus usw.. Venus im 1. Haus wirkt wie eine abgeschwächte Mars/Venus-Konjunktion und Mars im 2. Haus ebenfalls.

Was das Verhältnis zwischen dem sich polar Ergänzenden einer komplementären Gegensätzlichkeit einerseits und dem verstärkenden Gleichen andererseits anbelangt, so stehen jene Paare am besten da, bei denen beides in den Geburtshoroskopen etwa zur Hälfte vorhanden ist. Sie haben damit zwar nicht die Gewähr, dass ihre Beziehung langfristig gut geht, aber sie haben jedenfalls bessere Karten als diejenigen, die fast nur Gleiches verbindet oder deren Anziehung fast ausschließlich auf Polarität beruht. Nicht für alle gilt aber genau das Gleiche. Wir können noch in zwei Hauptgruppen unterteilen:

Paare mit vielen gegenseitigen Verstärkungen fühlen sich mit ihrem Partner deshalb besonders wohl, weil er mit ihnen viel gemeinsam hat. Bei solchen Paaren kann man auch feststellen, dass sie nicht so sehr wegen der Anziehung aufgrund von Gegensätzlichkeit zusammen sind, sondern mehr aus dem Wunsch nach Gleichheit heraus. Zugleich ergibt es sich sehr oft, dass nur einer von beiden die betreffende Anlage praktisch lebt. Er lebt sie sozusagen für den anderen mit und wird für diesen damit zur Projektionsfläche. Der Nachteil dessen kommt spätestens bei der Trennung ans Licht, wenn der projizierende Partner die Projektion zurücknehmen muss, weil sein Partner als Projektionsfläche wegfällt. Viele haben schon nach kurzer Zeit wieder einen neuen Partner mit ähnlicher Planeten-Betonung, weil sie es gar nicht schaffen, die Projektion zurückzunehmen. Auf diese Weise bekommt der projizierende Partner kaum jemals die Möglichkeit, seine Anlage selbst zu entwickeln. Lebt nur der eine der beiden Partner eine Anlage wie beispielsweise Mond/Mars (Impulsivität, Handeln aus dem Instinkt), begibt sich sein Partner in eine große Abhängigkeit von ihm. Der eine übernimmt für den anderen das instinktive Handeln, die Impulsivität und die Strategie des Angriffs als beste Verteidigung. Von einem Ruhepol im Sinne der Ausgewogenheit der Kräfte kann dann nicht die Rede sein. Man spürt zwar die Ähnlichkeit, ihr fehlt aber die Dynamik einer auf komplementärer Gegensätzlichkeit beruhenden Planeten-Entsprechung.

Eine überwiegend auf Ähnlichkeit beruhende Partnerschaft finden wir bei älteren Jahrgängen häufiger als bei jüngeren. Bei den älteren Jahrgängen hat die auf Gegensätzlichkeit beruhende erotische Spannung in der Regel keine so große Bedeutung wie bei den auf komplementärer Gegensätzlichkeit beruhenden leidenschaftlichen Liebesbeziehungen frisch Verliebter.

Paare, deren Anziehung ausschließlich auf Gegensätzlichkeit beruht, brauchen sich zwar nicht über Langeweile zu beklagen, sie kennen aber nicht so viele gemeinsame Möglichkeiten wie jene, die sich durch viel Ähnlichkeit miteinander verbunden fühlen. Die Anziehung über die persönlich wirkenden Gegensatzpaare wie Sonne/Mond oder Mars/Venus ist grundsätzlich nötig, damit Dynamik in die Partnerschaft kommt. Beispiel: Sie hat Sonne/Uranus-Konjunktion, er Mond/Uranus-Konjunktion wie bei unserem Fallbeispiel Herbert und Angelika.

Die Verstärkung durch Gleiches ist aber ebenso nötig, damit die Partnerschaft einen Ruhepol erhält. Fehlt zugleich Gegensätzliches, bleibt die Beziehung statisch. Außenstehende empfinden eine solche Partnerschaft häufig als tot. Anzeichen dafür ist das Fehlen von neuen sexuellen Anreizen oder die mangelnde Bereitschaft, dem anderen überraschend Geschenke zu machen. Fehlt hingegen Gleiches, können die Partner keinen Ruhepol miteinander finden. Überwiegt die Anziehung durch komplementäre Ergänzung, werden die Partner wie bei einer Zentrifuge aus der Beziehung hinausgeschleudert. Die meisten Paare ohne gleiche Anlagen trennen sich nach wenigen Jahren, obwohl ihre Beziehung sehr aufregend und abwechslungsreich gewesen sein kann.

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