Entfaltung der Persönlichkeit

durch psychologische Astrologie
Art.-Nr.: 130

Liz Greene und Howard Sasportas

Produktform:  Hardcover, 3. Auflage, 8 Abbildungen
Seitenzahl:  370
ISBN:  3-907029-19-4 / 978-3-907029-19-0
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Produktdetails

In diesem Buch zeigen Ihnen die Autoren erstmalig Wege und Methoden, um weit reichende tiefenpsychologische Strukturen und Prägungen im Horoskop zu erkennen. In vier Hauptabschnitten werden folgende Persönlichkeitselemente erfasst:
  • Frühkindliche Prägungen
  • Die Ehe der Eltern und eigenes partnerschaftliches Verhalten
  • Verdeckte Persönlichkeitsstrukturen
  • Der Konflikt zwischen Jugend und Alter
In jedem Kapitel wird in gut verständlicher Weise die Psychologie dieser verborgenen Strukturen vorangestellt, gefolgt von einer eingehenden Darstellung astrologischer Methoden, mit denen Sie diese Persönlichkeitselemente im Horoskop aufspüren können.

Autorenporträt

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Liz Greene (1947) ist promovierte Psychologin und Jungsche Analytikerin. Sie arbeitet seit vielen Jahren als Astrologin und gibt Seminare in ganz Europa. Beim Astrodienst Zürich wirkte sie an der Entwicklung von mehreren Textanalysen mit. In London gründete sie zusammen mit Sasportas das Center for Psychological Astrology, das sie heute leitet. Neben zahlreichen Fachartikeln hat sie 22 Bücher geschrieben, die in viele Sprachen übersetzt wurden.


Howard Sasportas (1948) Studium der Humanistischen Psychologie. Er kam 1973 nach London wo er Ausbildungen in Astrologie und Psychosynthese absolvierte. 1983 gründete er gemeinsam mit Liz Greene das Centre for Psychological Astrology, das er bis zu seinem Tod leitete. Nach längerer Krankheit verstarb er im Jahr 1992.

Leseprobe

Die elterliche Ehe im Horoskop

Planeten im 10. oder 4. Haus sagen uns sofort etwas über das subjektive Bild der elterlichen Ehe und auch über den einzelnen Elternteil, weil beide ja ein Paar darstellen. Erstens leuchtet dort so etwas wie ein rotes Licht: »Sieh an. Hier ist eine archetypische Figur, die sich als Elternteil verkleidet.« Zweitens wird in der einen oder anderen Weise auf das Kräfteverhältnis hingewiesen, denn ist eines der elterlichen Häuser besetzt und das andere nicht, dann ist der eine Elternteil für das Individuum viel wichtiger als der andere. Ich bin ab und zu Menschen begegnet, die sich ihrer »Parteilichkeit« nicht wirklich bewusst waren, und oft wird dem falschen Elternteil die Schuld an dem ganzen Schlamassel im eigenen Leben gegeben. Es ist eine psychologische Alltagsweisheit, dass niemals der den tiefsten und nachhaltigsten Einfluss ausübt, von dem wir das vermuten, denn gerade der Elternteil, mit dem wir am offensten und bewusstesten Konflikte austragen, ist normalerweise derjenige, mit dem wir uns sicher genug fühlen, um auch wirklich zu streiten. Das ist in der Tat schrecklich paradox. Aber wir können dies auch von einer anderen Seite betrachten. Die Anwesenheit von Planeten im 10. oder 4. Haus deutet darauf hin, dass hier ein archetypisches Problem vorhanden ist, das sich im Elternteil und demnach auch in der elterlichen Ehe ausgewirkt hat; und dieses Problem ging nun als eine Art psychologisches Erbe auf das Kind über.

Neptun im 10. Haus weist beispielsweise auf eine leidende Mutter hin, auf eine Frau, die ihren eigenen Selbstausdruck im Namen der Liebe zu Ehemann, Familie, Kindern, oder was auch immer, geopfert hat, und eines der Opfer des Lebens ist. Gewöhnlich sind mit der Mutter Probleme der Schuld, emotionaler Manipulation oder einer Überidealisierung verbunden, und sie übt große emotionelle Macht auf die Psyche des Kindes aus. Neptun ist jedoch eine archetypische Figur, ein äußerer Planet, der eine kollektive mystische Vision vertritt und keine wirkliche Person. Genauer gesagt wirkt das archetypische Bild der leidenden Frau, die ihre Apotheose im Mythos als Jungfrau Maria erreicht hat, in der Mutter und wahrscheinlich in der gesamten mütterlichen Linie. Das Individuum mit Neptun im 10. Haus muss auf kreativere Weise mit dieser archetypischen Figur übereinkommen, als sich einfach nur damit zu identifizieren, oder sich heftig dagegen, und damit gegen alle emotionellen Verpflichtungen zu wehren. Ist es der persönlichen Mutter nicht gelungen dieses »Schicksal« kreativ zu integrieren, sondern bleibt sie das Opfer des Vaters, dann wird das Kind das Dilemma und die Herausforderung erben. Selbst wenn sich dabei im 4. Haus keine Planeten befinden, darf man mit gutem Grund einige Vermutungen darüber anstellen, wer der armen Mutter all dieses Leid verursacht, denn jedes Opfer braucht einen Tyrannen, und die Frau, die sich so stark mit dem Thema des Leidens und der Schikanierung identifiziert, wählt entweder unbewusst einen Partner, der ihr zum Leiden verhilft, oder bearbeitet ihren Partner so lange, bis er ihr entgegen seiner Natur gibt was sie braucht. Damit entsteht allein aus der Anwesenheit Neptuns im 10. Haus das ganze Szenarium einer elterlichen Ehe.

Ist die Mutter die Machtfigur, dann wird die weibliche Seite des Lebens furchtbar stark, die männliche Seite dagegen als schwach erlebt. Dies kann entweder Geringschätzung oder Überängstlichkeit und Überidentifizierung hervorrufen. Es ist klar, dass dies Auswirkungen hat, die über den Bereich der Partnerschaften hinausgehen, und die unseren kreativen Ausdruck, unsere Stellung in der Welt und die Verbindung zu unserem Körper beeinflussen können. Scheint ein solches Ungleichgewicht im Horoskop eines Mannes auf, dann sind in seinen Augen Frauen ganz offensichtlich furchtbar mächtig und dasselbe gilt für seine weibliche Seite.

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