Astrologie der zweiten Lebenshälfte

Die Chance, bei sich selbst anzukommen
Art.-Nr.: 155

Erin Sullivan

Produktform:  Hardcover, 14 Abbildungen
Seitenzahl:  328
Erscheinungsjahr:  2007
Erscheinungsjahr:  2007
ISBN:  978-3-89997-155-2
EAN:  9783899971552
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Produktdetails

In der Mitte des Lebens begegnen wir tiefgreifenden Veränderungen in unserer Psyche. Man spricht auch davon, dass wir in dieser Zeit zu unserem bislang nicht gelebten Leben wechseln. Die Autorin analysiert die Herausforderungen, die uns in der Lebensmitte begegnen. Allerdings sieht sie darin nicht in erster Linie den beginnenden körperlichen Niedergang. Vielmehr erleben wir in diesem Lebensabschnitt die Metamorphose zur vollen Reife. In diesem Buch erfahren Sie, welche Planetenzyklen zu welchem Zeitpunkt in der zweiten Lebenshälfte eine bestimmende Rolle einnehmen. Vor allem aber zeigt die Autorin Ihnen, wie Sie Ihr Leben gerade nach dem Übergang noch bewusster gestalten können, um ganz bei sich selbst anzukommen.

Autorenporträt

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 Erin Sullivan

Erin Sullivan arbeitet seit 1972 als beratende Astrologin und unterrichtet in Kanada, USA und Großbritannien. Sie lebt in London und in Arizona. Sie ist Dozentin am "Center for Psychological Astrology" in London. Herausgeberin einer astrologischen Reihe bei Penguin Books. Zahlreiche Artikel in allen führenden Astrologiezeitschriften. 

Leseprobe

Uranus-Wiederkehr

Da wir den halben Uranus-Zyklus als das Tor in die zweite Lebenshälfte erfahren, enthält das Zeichen, in dem Uranus bei der Geburt steht, Merkmale des gegenüberliegenden Zeichens als sein «ungelebtes Leben». Wenn ein Planet im Transit in Opposition zu seiner Stellung im Geburtshoroskop kommt, dann wird ein Halbzyklus beobachtet. Wie bei allen Halbzyklen entspricht dies der «Vollmondphase» im Mondzyklus, was es diesem Planeten erlaubt, in seiner ganzen Fülle zu erscheinen und die gelernten Botschaften und Lektionen zurückzureflektieren. Das heißt, dass die Opposition oder der «Halbzyklus» eine Erhellung vonseiten des Transitplaneten und seines beabsichtigten Ausdrucks darstellt, da er seine «geheime Absicht» an den Geburtsplaneten zurückspiegelt.

Die Fülle jeglicher Erfahrung steht immer im Zusammenhang mit der Betrachtung dessen, was man nicht hatte. Wenn wir uns nach Schokoladenkuchen sehnen, dann geschieht das, weil wir schon länger keinen mehr gegessen haben. Ähnlich sehnen wir uns nach etwas, was wir schon länger nicht hatten oder vielleicht auch nie hatten. Oft ist es etwas, was eigentlich im Bereich des Möglichen und wichtiger noch im eigenen Selbst liegt.

Diese potenzielle «Sache», die passieren könnte, muss im Kern des Selbst liegen, oder sie wäre nicht möglich. Hier ist es wichtig, der Realität und damit den unzähligen Zusammenhängen ins Auge zu sehen, in denen wir unsere Träume ausleben. Wenn Sie nie Klavier spielen gelernt haben, dann ist es unwahrscheinlich, dass Sie in der Lebensmitte noch Konzertpianist werden. Wenn Sie sich jedoch immer danach gesehnt haben, Klavier zu spielen und etwas über Musik zu lernen, dann ist das sicherlich etwas, was im mittleren Alter gelernt und genossen werden kann.

Der halbe Uranus-Zyklus stellt also den Beginn einer Zeit hohen Potenzials dar, um einen Lebenstraum, den wir immer mit uns herumgetragen haben, wahr werden zu lassen, da nun sowohl der Zeitpunkt als auch die Umstände gegeben sind, um dies auszuleben. Wenn Sie also schon immer davon geträumt haben, einen Abschluss zu machen, ein neues Geschäft in Angriff zu nehmen oder in fremde Länder zu reisen, Sie aber aufgrund äußerer Umstände bisher im Leben nicht die Möglichkeit hatten, sich diese Träume zu erfüllen, und Sie sich in der Lebensmitte in einer neuen Lebenssituation befinden (weil die Kinder ausgezogen sind, Sie von Ihrem Partner unterstützt werden oder Sie allein leben), dann ist das jetzt voll und ganz möglich.

Zwischen Fantasie und Traum zu unterscheiden, ist in der mittleren Lebensphase von enormer Bedeutung. Die Fantasie hat eine sinnvolle Funktion – die Psyche benötigt eine Auszeit, Zeit zum Spielen, und Fantasien sind sehr gut dafür. Jedoch werden sie oft nicht realisiert. Klavierspielen wollen zum Beispiel und nicht wissen wie, hindert die Psyche nicht daran, zu erforschen, wie es wäre, wenn wir es täten. So eine bis in jedes Detail ausgefeilte Fantasie könnte beispielsweise davon handeln, wie man ein komplexes, beliebtes Klavierstück an der New Yorker Metroplitan oder der Royal Albert Hall in London spielt und sich im Applaus für die eigene Virtuosität sonnen darf. Daran ist nichts Schlechtes.

Aber ein Traum ist etwas ganz anderes. Träume sind oft mit einem realen Potenzial verknüpft. Es ist immer gut, Träume zu nähren, während man in Fantasien nur schwelgen sollte. Ein Traum wird wahr, wenn sowohl Saturn als auch Uranus optimal arbeiten. Saturn wird Sie daran erinnern, was Sie nicht tun können, und Uranus wird Sie anstupsen, zu erforschen, zu erfahren und zu definieren, wozu Ihr Genie oder Ihr Dämon Sie drängt. Zwischen den beiden Kräften können Sie Ihr kreatives Potenzial nutzen und es realistisch ausleben.

Die Uranus/Uranus-Opposition ist eine Zeit, in der das ungelebte Leben erweckt werden sollte, und die Zeit, um Ihren Besitz und Ihre Verbindlichkeiten objektiv einzuschätzen. Die Aufgabe, die uns am Scheideweg gestellt wird, ist es, die Fähigkeit zu entwickeln, uns selbst und unsere wahren Grenzen anzusehen, während wir gleichzeitig das einschätzen, was wirklich möglich ist und erfüllt werden kann. Den Vermittler zwischen den Göttern des «Stop and Go» zu spielen, kann sehr fruchtbar sein.

Saturns Aufgabe ist es, Ihnen Ihre Grenzen aufzuzeigen, und an diesem sicheren Ort können Sie erfolgreich werden. Sie können sich vielleicht sagen: «Ich kann alles tun, was ich will, innerhalb meiner Grenzen.»

Wenn Ihr Geburtsuranus in Opposition zum laufenden Uranus steht, dann ist das eine Botschaft für Sie, dass all die einzigartigen Eigenschaften und Merkmale, die Sie zwar besitzen, aber noch nicht zum Leben erweckt haben, nach Realisierung rufen.

Es liegt auf der Hand, dass das mittlere Alter viel zu viele «ungelebte» Aspekte unseres Lebens in den Vordergrund rücken kann – daher auch die Panik und Ängste, die häufig mit der Midlife-Crisis verbunden sind. Der kreative Aspekt der göttlichen Unzufriedenheit ist an der Schwelle zur zweiten Lebenshälfte und von da an in Perioden während des gesamten Übergangs am lebendigsten.

Ich habe Saturn mit der göttlichen Unzufriedenheit assoziiert, aber sie ist ebenso eine Qualität von Uranus. Die beiden Planeten gehen auf dieser Reise Hand in Hand, und – wie bereits erwähnt – Saturn ist der Planet, der uns Grenzen setzt, während Uranus alle Möglichkeiten bietet. Unleidlich und unglücklich zu sein, ist nicht unbedingt ein Zeichen göttlicher Unzufriedenheit, es könnte auch einfach ein Zeichen dafür sein, dass wir unleidlich und unglücklich sind. Die mit der göttlichen Unzufriedenheit verbundene Stimmung, die Grundhaltung und die Numinosität sind jedoch ein Anstoß vonseiten des Unterbewusstseins in Richtung größerer Kreativität, um die Mittel zu finden, unser Talent zu nutzen. In Kapitel 5 finden Sie für die Uranus-Opposition die Interpretation für jedes Haus.

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