Das Rätsel der Rauhnächte

Die kosmischen Geheimnisse der Zeit zwischen den Jahren
Art.-Nr.: 206

Reinhardt Stiehle

Produktform:  Hardcover, 14 Abbildungen, 4. Auflage
Seitenzahl:  123
Erscheinungsjahr:  2012
Erscheinungsjahr:  2012
ISBN:  978-3-89997-206-1
EAN:  9783899972061
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Produktdetails

Mit den Rauhnächten bezeichnet man die Zeit zwischen den Jahren, der eine besondere Bedeutung beigemessen wird. Doch es steckt sehr viel mehr dahinter als nur ein alter Brauch. Ausgangspunkt ist, die Tatsache, dass der Sonnenkalender nicht mit dem Mondkalender in Einklang zu bringen ist und es immer einen Rest von zwölf Tagen „dazwischen“ gibt. Weiterhin gibt es einen kosmischen Hintergrund, der die Rauhnächte an die den Tag der Wintersonnenwende bindet. Unter dieser Voraussetzung betrachtet eröffnen sich ganz neue Perspektiven. Die zwölf Rauhnächte sind von einer ganz besonderen Zeitqualität gekennzeichnet, denn alles, was in diesen Tagen geschieht, legt die Samen für das kommende Jahr. In diesem Buch erhalten Sie sehr viele Anregungen, wie Sie diese Zwischenzeit zu Ihrem persönlichen Vorteil gestalten und sich optimal auf das neue Jahr einstimmen können.

Autorenporträt

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 Reinhardt Stiehle Reinhardt Stiehle (1958), Studium der Empirischen Kulturwissenchaft in Tübingen. Befasst sich seit 1981 mit Astrologie und gründete 1984 den Chiron Verlag. Seit dem Jahr 2000 leitet er den astronova Versand. Herausgeber und Übersetzer zahlreicher astrologischer Fachbücher.

Leseprobe

Das wiedergeborene Licht

Die Sonne war und ist die Quelle allen Lebens auf der Erde, denn ohne sie kann nichts gedei-hen. Schon vor der Zeitenwende waren die Menschen von einer tiefen Ehrfurcht vor der Son-ne ergriffen. Ein Hymnus, der dem Philosophen Macrobius zugeschrieben wird, besingt sie mit den Worten: „Sonne, Du Zier der Erde und des Himmels, Sonne, du gemeinsames Licht für alle, Sonne, du Glanz der Nacht und des Lichts: Sonne, du bist Anfang und Ende.“ (Hoerner 1978, S.126)

Nur durch die Sonne entwickelt sich das Leben, und durch ihren Untergang scheidet es dahin. Auf dem Sonnenlauf durch das Jahr ergeben sich unterschiedliche Tageslängen und Lichtverhältnisse. Das Jahr wird durch den Stand der Sonne an ihren beiden Wendepunkten und an den Tagundnachtgleichen in die vier Jahreszeiten gegliedert. Der für den Jahreslauf der Sonne entscheidende Punkt ist dabei die Wintersonnenwende.

Mit den kürzeren Tagen ändern sich in unseren Breiten auch die Temperaturen, es wird zuse-hends kühler, nachts gibt es Frost, Regen wird zu Schnee. Die Pflanzenwelt passt sich den äußeren Verhältnissen an, zieht sich im Herbst immer mehr zurück, Bäume und Sträucher werfen ihr Laub ab. Die Tiere begeben sich in Winterschlaf oder Winterstarre. Dieses Zurückziehen der Natur ist bereits ein Vorzeichen der Wende.

In den Tagen um die Wintersonnenwende am 21. Dezember scheint alles in der Natur stillzu-stehen, die Sonne befindet sich an ihrem absoluten Tiefpunkt. Mit der Wintersonnenwende wird die Zeit der Dunkelheit aber zugleich überwunden. Das lebensbestimmende Zentralgestirn befindet sich von nun an wieder im Aufstieg, und das neue und wieder erstarkende Licht wird geboren. Ein neuer Jahreszyklus beginnt, die Kräfte des Lebens sammeln sich erneut zu dem, was im Frühjahr durchbrechen wird. Im mythischen Denken erscheint dieser Tag als der bedeutsamste auf dem Zifferblatt der Weltuhr.

So findet dieses Naturgeschehen um den Abstieg der Sonne zum Beispiel im Mythos um De-meter und Persephone sein symbolisches Abbild. Hades, der Gott der Unterwelt, entführte Persephone in sein Reich. Ihre Mutter Demeter, die Göttin des Getreides, irrte verzweifelt von einem Ort zum anderen auf der Suche nach ihrer Tochter. Darüber vergaß Demeter ihre Pflichten – die Bäume trugen keine Früchte mehr und die Pflanzen welkten. Eine Hungersnot kam über die Erde und die Menschen drohten auszusterben. Selbst Zeus konnte Demeter nicht umstimmen. Um größeres Unheil abzuwenden, flehten die Götter Hades schließlich an, das Mädchen wieder freizugeben. Da Persephone in der Unterwelt aufgrund einer List des Hades von den Kernen eines Granatapfels gegessen hatte, konnte sie nicht mehr für immer auf die Erde zurückkehren. Um Demeters Fluch von der Erde abzuwenden, entschied Zeus, dass Persephone ein Drittel des Jahres in der Unterwelt bleiben und die übrigen Monate mit Demeter verbringen sollte. Jedesmal, wenn Persephone im Frühjahr auf die Erde zurückkehrte, und solange sie bei ihrer Mutter Demeter war, ließ diese die Erde blühen und Früchte tragen. Die Wende der Sonne spiegelt sich in der Wandlung Persephones, die als Mädchen in die Unter-welt geht, jedoch als Frau zurückkommt und Licht und Vegetation mitbringt.

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Helga schreibt: 17.10.2015
Die kosmischen Geheimnisse der Zeit zwischen den Jahren
Der Autor Reinhardt Stiehle beschreibt hier in diesem kleinen Büchlein wunderbar die Entstehung aus dem Brauchtum "die Rauhnächte". Die vier Jahreszeiten entstehen durch den Lauf der Sonne, die Wintersonnenwende um den 21.12. eines jeden Jahres - auch die Thomasnacht genannt - ist dabei sehr entscheidend. Stiehle beschreibt ausführlich wie von Julius Cäsar (46 v. Chr.) die julianische Kalenderreform eingeführt wurde.
Die Bezeichnung Rauhächte kommt von Rauh - wie wild u. von Rauch (vom ausräuchern).
Einige beginnen am 21. Dez. mit der 1. Rauhnacht. Ich persönlich beginne seit Jahren am 24.12. mit der 1. Rauhnacht. Es ist jedem überlassen, wie er damit beginnen will. Meine Zählung wäre die Nacht vom 24.12. auf den 25.12., das ist die 1. Rauhnacht usw. bis 5.Jan. zum 6.Jan. Jede Nacht steht für 1 Monat im neuen Jahr. Die 1. Nacht für den Jan. usw. bis 12 Nächte erreicht sind.

Nun kann man auch noch nach altem Brauch die Nächte nach den Träumen für den jeweiligen Monat des neuen Jahres deuten. Hier wird zu jedem Monat/Kapitel ein stimmungsvolles Foto eingestellt und teilweise mit einem dazu passenden Gedicht.

Richtiger wäre schon, die Rauhnächte am 21.12. beginnen zu lassen, also zur Wintersonnenwende/am Thomastag. Früher wurden an diesem Tag alten Bräuchen zufolge alles /Wohnung, Haus/ Stall usw. gründlich ausgeräuchert mit Ritualkräutern, getanzt und gefeiert.
Die Rauhnächte sollten auch zur Besinnung und Läuterung benutzt werden. Sie werden als eine Art Abrechnung über das vergangene Jahr angesehen. Diese 12 Nächte sind besonders heilig.
Überflüssiges und Belastendes sollte abgelegt werden und Platz für Neues machen.
Dieses Büchlein - 123 S.- ist wichtig zum Selbstbehalt und ein wunderbares Geschenk, gerade jetzt zur Wintersonnenwende.

Helga Sobek - 17.10.15
Andrea schreibt: 06.04.2014
Für jeden, der sich für die Rauhnächte interessiert ein echtes MUSS. Der astrologische Blick auf diese ist spannend und vielseitig. Dieses Buch hat noch gefehlt.

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