Lilith in der Partnerschaft

Selbstverwirklichung durch den Schwarzen Mond
Art.-Nr.: 00-72

Lianella Livaldi Laun

Produktform:  Paperback, 35 Abbildungen
Seitenzahl:  161
Erscheinungsjahr:  2002
Erscheinungsjahr:  2002
ISBN:  978-3-925100-72-7
EAN:  9783925100727
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Produktdetails

Lilith steht für das Besondere in einer Beziehung. Sie beeinflusst uns mit einer sehr unberechenbaren Energie, die sich vom einen Extrem zum anderen manifestieren kann. Sie vermag manchmal destruktive Auswirkungen haben, uns andererseits aber genauso aus schwierigen Verstrickungen befreien.

Das Drama ist ein Thema, das Lilith zugehört, weil Menschen mit einer starken Lilithbetonung sich in Bezug auf Partnerschaft nach intensiven Erfahrungen sehnen. Lilith spielt auch eine große Rolle bei Beziehungen, die aus den Normen fallen, wie z.B. Beziehungen von homosexuellen Paaren, zwischen Partnern mit einem großen Altersunterschied oder zwischen Personen aus sehr unterschiedlichen kulturellen Gesellschaften. Auch Partnerschaften auf Distanz sind eine Lilith-Entsprechung, denn dadurch werden die Partner vor der gefährlichen Nähe verschont. Es gehört nicht zu der Natur von Lilith, große Opfer für die Partnerschaft und für die anderen aufzubringen, und erst recht nicht, wenn sie sich dazu gezwungen fühlt.

Die Autorin verfügt über eine jahrelange Erfahrung als Beziehungsberaterin. Sie beleuchtet alle Gesichtspunkte einer Partnerschaft mit dem Lilith-Prinzip. Sie zeigt, welche Funktion dies für das eigene Erleben einer Beziehung im Leben einer Frau oder eines Mannes spielt. Neben diesen ausführlichen Deutungen für das Geburtshoroskop bespricht sie Lilith auch im Partnervergleich, im Composit und im Begegnungshoroskop und macht ihre Erkenntnisse durch viele Beispiele aus dem Leben anschaulich.

Autorenporträt

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 Lianella Livaldi Laun

Lianella Livaldi Laun, 1956 in der Toskana geboren, beschäftigt sich seit 1978 mit Astrologie. Sie ist seit 1987 geprüfte Astrologin DAV mit eigener Beratungspraxis. Korrespondentin und Mitarbeiterin des italienischen Astrologenverbandes CIDA. Dozentin am Astrologie Ausbildungszentrum in Bologna. Regelmäßige Artikel in deutschen und internationalen Fachzeitschriften. Trägerin des von der CIDA verliehenen Preises für besondere Verdienste um die Astrologie. (1993.)

Leseprobe

Radix-Lilith in Bezug auf die Partnerschaft

In der Astrologie ist das Prinzip des Schwarzen Mondes nicht partnerschaftsfeindlich. Wenn Lilith zum Beispiel im 7. Haus steht, bedeutet das nicht unbedingt, dass diese Person den Weg des Alleinseins bevorzugt, weil sie Beziehungen gegenüber feindlich eingestellt ist.

Brigitte, eine Klientin mit dem Schwarzen Mond im 7. Haus, hat sich bei einer Beratung so ausgedrückt: »Ich möchte mich in einer Beziehung nicht von den Normen des anderen leiten lassen. Ich will auch in der Partnerschaft so sein, wie ich bin. Und ich werde es mir von niemandem nehmen lassen. Meine Mutter sagt zu mir, ich sei egoistisch und ich sehe nur mich selbst. Ich weiß aber ganz genau, es ist nicht so. Mir geht es nur um dieses Gefühl: Nur wenn ich so sein kann, wie ich bin, bin ich ehrlich zu mir selbst und ich kann diese Ehrlichkeit weitergeben. Alles, was nicht ehrlich ist, existiert für mich nicht. Ich weiß, was ich selbst bin und was ich geben kann. Und wenn es außerhalb von diesem Bereich ist, stimmt es nicht mehr.«

Menschen mit Lilith im 7. Haus haben als innersten Wunsch das Bild einer idealen Partnerschaft, die auf gegenseitigem Respekt basiert. Sie sehnen sich nach Einfühlung des einen Geschlechtes in das andere. Lilith rebellierte und verließ Adam, weil sie sich nicht von ihm unterdrücken lassen wollte. Sie suchte die Gleichberechtigung, weil diese ihr zustand, da sie aus der gleichen Erde wie Adam erschaffen worden war (aus dem Alphabet des Ben Sira) und ebenbürtig sein wollte. Eine Gesellschaft, so wie Lilith sie erstrebt, ist weder matriarchalisch noch patriarchalisch geprägt. In ihrem Mythos, so wie wir ihn kennen, wollte sie die Gleichheit der Geschlechter, sie wollte weder herrschen noch beherrscht werden. Sie spürte, dass Männliches und Weibliches einander in ihrer Unterschiedlichkeit ergänzen und dass ihr Zusammenwirken zu einer höchstgradigen Kreativität in jedem Sinne führen würde. Sie wurde nicht verstanden und stattdessen verstoßen, in die Unterwelt gejagt. Wenn wir das Lilith-Prinzip ausleben wollen, müssen wir in unseren Beziehungen nach Gleichheit und nach gegenseitigem Respekt streben. Sich in einer Partnerschaft zu emanzipieren heißt zu lernen, einander zu respektieren, einander zu verstehen. Aufrichtigkeit in der Liebe bedeutet, sich gegenseitig den individuellen Wünschen und Bedürfnissen anzupassen, die Andersartigkeit des anderen lieben zu lernen. Nur durch die Veränderung der gesellschaftlichen Systeme und Verhältnisse wird es uns gelingen, die wohltuenden Aspekte des Schwarzen Mondes wirklich zum Tragen zu bringen. Wenn Frauen und Männer die gleichen Rechte und Möglichkeiten bekommen, wird es möglich sein, dass beide Geschlechter gesellschaftlich ihre Rolle nach Wunsch und Bedarf austauschen und sich einigen können, wer von ihnen für die Existenzsicherung oder für die Erziehung der Kinder mehr geeignet ist und wie die Aufgaben aufgeteilt werden können. In einer solchen Gesellschaft kann sich die Geschlechterbeziehung ändern und der Schwarze Mond einen offenen und positiven Ausdruck finden.

Ich glaube, dass es noch sehr lange dauern wird, bis eine Gesellschaft entstehen wird, in der Männer und Frauen ihre Verschiedenheit pflegen können, ohne in Kämpfe und Übergriffe zu verfallen. Erst in einer wirklichen Gleichheit, die sich auf die Verschiedenheit von Adam gründet, könnte die Lilith-Frau (ich meine das Weibliche im Allgemeinen) wieder zu ihren guten Eigenschaften finden, die bei der Verstoßung aus dem Paradies verdrängt worden waren; sie hätte es dann nicht mehr nötig, aus Rache zu zerstören. In den letzten Jahren ist vor den Gerichten einiger »emanzipierter« Länder heftig über sexuelle Gewalttaten, Belästigungen am Arbeitsplatz und über Gewalt innerhalb von Familien diskutiert worden. Da heute sowohl Frauen wie Männer berufstätig sind, verliert der Begriff des »Familienoberhaupts« an Bedeutung. Dies mag nur ein kleiner Anfang sein, und vermutlich wird der Weg zu einer echten Gleichberechtigung der Geschlechter sehr lange werden. Aber vielleicht ist dies gerade eines der Charakteristika der fortgeschrittenen Ära des Wassermanns?

Wir müssen ein neues Konzept finden, das sich auf eine Kultur des Andersartigen stützt. Männer und Frauen sind eben zwei Gegensätze, und als Gegensatz ergänzen sie einander. Es ist eine Aufgabe für die Zukunft, männlich und weiblich als gleichberechtigte Prinzipien gelten zu lassen, aber zur Kultur des Andersartigen gehören all jene Beziehungen, die aus dem Klischee fallen, wie etwa die homosexuellen Beziehungen, die in eine neue Gesellschaft integriert werden müssen und Raum und Respekt bekommen sollen. Wie wir in dem nächsten Kapitel sehen werden, unterstützt Lilith mit ihrer Energie alle jene Partnerschaften, die nicht als selbstverständlich betrachtet werden. Sie zerstört dagegen alles, was eintönig und gewöhnlich ist.

Ich habe jetzt gerade das Modell Mann/Frau erwähnt, weil es in dem Mythos um Adam und seine Frau geht, aber es ist selbstverständlich, dass dieser Rollentausch und die Gleichberechtigung auch in einer Beziehung zwischen zwei Menschen des gleichen Geschlechtes als Voraussetzung für ihr Gemeinschaftsleben möglich sein muss.

Wir dürfen jedoch nicht vergessen, dass Lilith immer ein Prinzip bleiben wird, das die Bereitschaft zum Kampf erweckt, auch wenn die Beziehungen (als Liebesgemeinschaft) sich verbessern. In einer Partnerschaft, in der keine Offenheit herrscht und die Wahrheit manipuliert wird, entfaltet Lilith jedes Mal ihre radikale Energie und zerstört, was nicht echt und gerecht ist. Sie kann ihre Energie schonungslos oder auf eine höchst kreative Weise freisetzen, aber sie wird uns stets anspornen, wirkungsvoll und entschlossen zu handeln, um die Wahrheit ans Licht zu bringen. Lilith ist eine Meisterin, wenn es darum geht, Geheimnisse, Betrug oder Vertuschungen aufzudecken. Sie besitzt eine magische Intuition, die aus dem Bauch kommt, die sie sofort spüren lässt, wenn etwas nicht in Ordnung und nicht echt ist.

Lilith bleibt im Horoskop ein Prinzip der Rebellion, der Auflehnung. Der Schwarze Mond verträgt keinen Zwang und unechte Verhaltensweisen. Partnerschaften, die unter seinem Einfluss stehen, fordern viel Mühe und Reife, weil dieser Faktor ? mehr als jeder andere in der Astrologie ? sehr leicht zu zerstörerischen Mechanismen führt, die jede Partnerschaft in kürzester Zeit vernichten.

Dieses Prinzip kann in der Paarbeziehung zu destruktiven Verhaltensweisen führen. Dies geschieht, wenn die beteiligten Personen sich noch nicht aus den alten Verstrickungen der Vergangenheit befreit haben. Alles, was individuell nicht erkannt und verleugnet wird, führt zu neuen Verstrickungen, die das Zusammenleben mit anderen Personen sehr kompliziert gestalten lässt. Erst dann, wenn wir in unsere eigenen Tiefen vorgedrungen sind und uns aller Zwangsverhalten entledigt haben, die aus den negativen Erfahrungen von früher entstanden sind, können wir uns auf den Weg zur Begegnung mit dem Anderen machen, um die Beziehung so auszuleben wie sie ist. Auch wenn die Verbindung vielleicht nicht einfach ist, wird sie echt sein. Lilith erlangt die höchste Klarheit zwischen zwei Menschen, und nur auf dieser Basis kann eine Beziehung funktionieren.

Horoskopeigner, die Lilith in ihren Radix-Horoskopen, Lilith im Haus der Partnerschaft oder im Aspekt zu den Beziehungsplaneten (Mond, Sonne, Venus, Mars, Herrscher des 7. Hauses) aufweisen, können mit der ungemütlichen Energie dieses Prinzips in Berührung kommen. Lilith-gefärbte Erfahrungen können von aussichtslosen Liebesaffären bis hin zur Liebes- oder sexuellen Abhängigkeit reichen oder zu stressigen Beziehungen führen, die auf gegenseitiger Rivalität basieren. Die Partner sind keine Gefährten, sondern zwei Konkurrenten, die mit jedem Mittel versuchen, als Sieger und auf Kosten des anderen aus jeder Situation herauszukommen.

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