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Das zwölfte Haus und unsere pränatalen Prägungen

Wie die Erfahrungen in der Schwangerschaft unser Leben mitbestimmen
Art.-Nr.: 246

Martin A. Banger

Produktform:  Hardcover, 68 Abbildungen
Seitenzahl:  162
Erscheinungsjahr:  2016
Erscheinungsjahr:  2016
ISBN:  978-3-89997-246-7
EAN:  9783899972467
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Produktdetails

Die menschliche Seele wird bereits in der pränatalen Phase geprägt, manchmal auf sanfte, manchmal auf dramatische Weise. Astrologisch spiegelt sich dies in den Planeten des zwölften Hauses, in Aspekten auf die Hausspitze und im Zeichen an der Spitze selbst. Die Schwangerschaft beginnt mit dem 12. Haus und endet mit dem Aszendenten. Das pränatale Erleben kann später noch einen deutlichen Einfluss auf das Schicksal eines erwachsenen Menschen haben, was sich am 12. Haus ablesen lässt.

Autorenporträt

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 Martin A. Banger

Martin A. Banger (*1959), kam schon 1978 mit der Astrologie in Berührung. Neben einem vierjährigen Chemiestudium machte er unter anderem verschiedene Ausbildungen als Therapeut für Körperarbeit, Rebirthing, NLP und Traumarbeit. Seit 1981 praktiziert er hauptberuflich als Astrologe und er schreibt astrologische Artikel in u.a. der Stuttgarter Zeitung und in Zeitschriften wie Die Bunte. Zudem erstellt er die Wochen- und Monatshoroskope für diverse Zeitschriften.

Leseprobe

Wieso Haus zwölf?

Für mich ist es selbstverständlich, dass der Aszendent die Geburt repräsentiert; aus Gesprächen mit Astrologen und Astrologieinteressierten weiß ich allerdings, dass diese Kenntnis nicht allgemein verbreitet ist. Dabei legen wir so großen Wert darauf, die genaue Geburtsminute zu ermitteln, um den Aszendenten bestimmen zu können. Die Position des Aszendenten ist untrennbar mit dem Geburtszeitpunkt verbunden, der Aszendent ruft (oder flüstert): „Hier komme ich!“, er beschreibt das Hinaustreten ins Leben - sowohl den Moment des physischen Hinaustretens aus dem Mutterleib als auch die Art und Weise, wie jemand in neue Situationen geht und sich anderen gegenüber präsentiert. Transite über den Aszendenten markieren immer einen Neubeginn, den Start eines neuen Zyklus´, den Impuls für einen Neuanfang.

Hunderte von Klientengesprächen haben mir im Laufe der Zeit bestätigt, dass jeder schwierige Aspekt auf den Aszendenten entweder eine Komplikation während der Geburt anzeigt oder eine schwere Lebenssituation der Mutter um die Geburt herum. Steht zum Beispiel Saturn am Aszendenten, ist die Geburt meist verzögert und langwierig, was mit einer schwierigen materiellen Situation der Eltern und der dadurch belasteten Haltung der Mutter durchaus zusammenhängen kann. Ein Mensch mit Saturn-Aszendent, dessen Lebenshaltung von Sorgen, Schwere und Depressionen dominiert wird, findet in einer Psychoanalyse sicher Anlass, die frühe Kindheit zu durchleuchten. Am meisten profitieren wird er von einer Therapie, die die perinatalen Umstände klärt und das Geburtstrauma auflöst.

Wenn wir uns fragen, wo im Horoskop die pränatale Phase abgebildet sein könnte, ist es naheliegend, den Bereich vor dem Geburtspunkt in Betracht zu ziehen, also das zwölfte Haus, das als introvertiertes gilt, als Bereich des Unbewussten, des Unsichtbaren, des Eins-Seins. Wir können Haus zwölf als das deuten, was am Ende aller Entwicklung steht – Auflösung, Tod, Hingabe, Verschmelzen, aber auch als das, was vor dem Aszendenten, dem Punkt der Geburt, stattfindet: die pränatale Zeit. Mit dem Aszendenten offenbaren wir uns, treten in die Welt, mit der Tendenz, das lichtvolle erste Haus - das „Ich bin“ – zu erobern. Hinter uns liegt das Dunkel des zwölften Hauses, die Zeit der Schwangerschaft.

Vielleicht gibt es noch andere Möglichkeiten, vorgeburtliche Themen aufzuspüren, man könnte einen noch weiter vor dem Aszendenten liegenden Bereich im Horoskop in seiner Beziehung zur pränatalen Phase erforschen oder ein eigenes Horoskop des zwölften Hauses erstellen, also eine spezielle Technik anwenden, die von manchen Schulen praktiziert wird. Denkbar wäre auch die Untersuchung des Neumondes vor der Geburt und die Betrachtung des Horoskopes zu diesem Zeitpunkt. Und so, wie ich Transite vor der Geburt in die Analyse der Fallgeschichten einbezogen habe, ist dies möglicherweise auch mit den sogenannten konversen Progressionen sinnvoll.

Ich habe mich in meiner Untersuchung auf das zwölfte Haus beschränkt, so wie es sich im Horoskop abbildet, und soviel Bestätigung für diese These gefunden, dass das Besprechen vorgeburtlicher Zusammenhänge fester Bestandteil meiner Beratungstätigkeit geworden ist, sofern dieses Thema für den Klienten eine Rolle spielt.

Bevor ich näher auf die Ergebnisse meiner Untersuchung eingehe, möchte ich einige Beschreibungen des zwölften Hauses aus der astrologischen Literatur aufführen und sie kommentieren. Es geht hier nicht um Kritik an diesen Deutungen, nicht um richtig oder falsch, sondern darum, dass die meisten dieser Beschreibungen augenblicklich einen erweiterten Sinn bekommen, nimmt man die Beziehung zur pränatalen Phase in die Betrachtung mit hinein.

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